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Lacrosse
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Was ist Lacrosse?
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Hinzugefügt von Rollo wristLacrosse (zur Unterscheidung von Boxlacrosse auch Feldlacrosse oder outdoor lacrosse) ist ein Mannschaftssport, der auf einem Rasen- oder Kunstrasenplatz gespielt wird. Ziel des Spiels ist es, den Ball mit mit dem Schläger (”Stick”) in das gegnerische Tor zu schleudern. Die quadratischen Tore (1,83 m Seitenlänge) sind dabei, ähnlich wie beim Eishockey, auf das Spielfeld eingerückt. Auf dem Spielfeld befinden sich bei Damenlacrosse 2 x 12 Spielerinnen (fünf Angreifer, fünf Verteidiger, ein Center und ein Torwart) und beim Herrenlacrosse 2 x 10 Spieler (ein Torwart und je drei Verteidiger, Mittelfeldspieler und Angreifer). Die dabei benutzten Schläger haben eine Länge von etwa 1 m (Angriff/Mittelfeld) bzw. 1,8 m (Verteidigung) und bestehen aus Aluminium oder Holz. Der Schlägerkopf besteht aus einem Plastikrahmen, in den ein aus Leder geflochtenes Netz gespannt wird.
Historischer Hintergrund
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Lacrosse (in der Kurzform "Lax") ist der älteste Sport Nordamerikas.
Man datiert ihn bis zum 15. Jahrhundert zurück. Allerdings war er bis zum 17. Jahrhundert, als ein Jesuiten Missionar namens Jean de Brebeuf einer Gruppe Indianern des Huronenstammes dabei zusah, nahezu völlig unbekannt. In einem Bericht an seine Vorgesetzten schrieb er nicht sonderlich viel über den Sport selbst, sondern über den recht eigentümlich geformten Schläger, den die Indianer benutzt haben. Jean de Brebeuf verglich in diesem Schreiben den Schläger mit dem “La Crosier”, der bei religiösen Zeremonien von einem Bischof getragen wird. So entstand der Name “La Crosse” und später, zur Vereinfachung, “Lacrosse”.
Das indianische Lacrosse war ein Massensport und oft waren die Teams zwischen 100 und 1000 Mann stark. Die Tore standen zwischen ca. 250 Metern und mehreren Kilometern auseinander. Normalerweise galt ein grosser Fels oder ein Baum als Tor und ein erfolgreicher Schuss auf den Fels oder den Baum galt als Punkt. Manche Stämme verwendeten auch zwei Objekte als Tor, der Ball musste dann zwischen ihnen durchgeschossen werden. Die damaligen Spiele dauerten von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang und konnten sich über Tage hinziehen. Sie hatten den Zweck, die Krieger für den echten Kampf zu üben und zu stärken. Es wurden manchmal sogar Spiele zwischen zwei Stämmen ausgetragen um Differenzen aus der Welt zu schaffen. Die Indianer an der Ostküste nannten es unter anderem "Tewaraathon" (kleiner Bruder des Krieges) oder "Da-Nah-Wah'uwsdi" (kleiner Krieg).
Erst im frühen 19. Jahrhundert fingen die französischen Pioniere an, Lacrosse zu spielen. Mit den ersten Versuchen der Franzosen, Lacrosse zu spielen, kamen auch die ersten Versuche, das Spiel etwas zivilisierter zu gestalten. Der kanadische Zahnarzt W. George Beers standardisierte das Spiel 1867, indem er die Spielfeldabmessungen, die Anzahl der Spieler pro Team und andere Grundregeln festlegte. Die New York University gründete 1877 das erste College Team der USA. Die Philips Andover Academy (Mass.), Philips Exeter Academy (NH.) und die Lawrenceville School (N.J.) waren die ersten High Schools der USA, die 1882 Teams gründeten. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Lacrosse dann wirklich zu einem “ernstzunehmenden” Sport. In der Zeit wurde Lacrosse als olympische Disziplin zugelassen und die United States Intercollegiate Lacrosse League (USILL) wurde gegründet. 1926 wurde dann die USILL durch die United States Intercollegiate Lacrosse Association ersetzt und ist bis heute noch die Hauptautorität des Lacrosse. Seitdem wuchs der Sport immer mehr und mittlerweile wird der Sport in über 500 Colleges und 1400 High Schools gespielt.
Das Damen-Lacrosse boomt ebenfalls: Über 100 Colleges und 150 High Schools betreiben solche Teams.
Betrachten wir Lacrosse nun am Anfang des 21. Jahrhunderts, so ist es zu einer der härtesten und schnellsten Teamsportarten auf dem Planeten geworden. Professionelle Ligen für das Hallenlacrosse existieren schon seit Jahren in den USA und seit Sommer 2001 gibt es in den USA die neue Profiliga, die Major League Lacrosse (MLL), die beste Liga der Welt. Diese schnelle Entwicklung ist in anderen Teilen der Welt nicht unbemerkt geblieben.
International gewinnt Lacrosse immer mehr an Beliebtheit. In jedem Land entstehen Teams und die Anzahl der Fans dieses Sports steigt und steigt und eine deutsche Bundesliga liegt nicht mehr allzu fern…
Was sind die Unterschiede Damenlacrosse zu Herrenlacrosse?
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Damen-Lacrosse unterscheidet sich von Herren-Lacrosse hauptsächlich durch das Fehlen von Körperkontakt und in der Bauweise der Schläger.
Ausrüstung
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Der auffälligste Unterschied besteht in der Art der Schutzausrüstung: Während es beim Damenlacrosse bis auf gelegentliche Schlägerberührungen (lediglich der Check auf den gegnerischen Schläger ist erlaubt um in den Ballbesitz zu kommen) kaum zu Kontakten kommt und nicht ganz so hart gespielt werden kann wie beim Herrenlacrosse, sind - mit Ausnahme der stärker geschützen Torwarte - lediglich Zahnschutz und vielleicht ein Augenschutz zu tragen. Herrenlacrosse erlaubt mehr an Kontakten, die in der Damenvariante als Foul bestraft würden, deshalb werden hier zusätzlich zu einem Helm mit Visier unter anderem auch Ellbogenschutz, Armschutz, Brustschutz und auch Rippenschutz getragen. Herren Lacrosse erinnert nicht nur aufgrund der Schnelligkeit oft an Eishockey.
Schläger
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Viele Damenschläger bestehen komplett aus Holz und ähneln sehr den alten indianischen Schlägern. Es gibt aber Schläger mit Plastikköpfen und Aluminiumschäften. Das Netz des Schlägers ist bei den Damen (im Gegensatz zu Herrenschlägern) sehr straff gespannt. Daher ist es für den Anfänger zunächst schwieriger zu fangen, zu werfen und mit dem Ball über das Feld zu laufen.
Die Netze der Herrenschläger sind eher taschenförmig, so dass die Ballkontrolle für ungeübte Spieler etwas leichter zu handhaben ist.
Spieleranzahl
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Damen: 12 Spielerinnen pro Mannschaft, die sich aus 5 Angreifern, 5 Verteidiger, 1 Center und 1 Torwart zusammensetzen.
Herren: 10 Spieler, bestehend aus 3 Angreifern, 3 Verteidiger, 3 Mittelfeldspieler und 1 Torwart.
Spielzeit
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Damen: 2 x 25 Minuten Herren: 4 x 20 Minuten